Yin und Yang

Als Yin und Yang werden zwei Begriffe chinesischer Philosophie bezeichnet, die für die entgegengesetzten und trotzdem zusammengehörenden Kräfte der Prinzipien stehen. Das weiße Yang steht hierbei für die Helligkeit, die Härte, die Hitze, die Männlichkeit und die Aktivität. Das schwarze Yin beschreibt die Gegensätze des Yang, nämlich die Dunkelheit, die Weichheit, die Kälte, die Weiblichkeit und die Ruhe.

Das Zeichen, welches oft im Zusammenhang mit den beiden Begriffen beschrieben wird, bezeichnet man auch als “Taijitu“. Es zeigt ein schwarzes und ein weißes tropfenförmiges Gebilde. Diese Gebilde sind so ineinander verschlungen, dass daraus ein kreisförmiges Symbol entsteht. In dem schwarzen Tropfen ist hierbei auch ein weißer Punkt und im weißen Tropfen ein schwarzer Punkt zu finden. Diese stehen für die Zusammengehörigkeit der verschiedenen Kräfte.

Was bedeutet Yin und Yang?

Obwohl man schon oft versucht hat, die Bedeutung des Yin und des Yang zu beschreiben, ist es noch keinem Philosophen wirklich gelungen. Die bisher beste Beschreibung des Yin und Yang stammt von Roger T. Ames. Dieser bezeichnete Yin und Yang als Terme, mit denen man die gegenseitige Beziehung von zwei oder mehr Dingen zueinander ausdrücken kann.

Das Symbol des Yin und Yang wird auch als "Taijitu" bezeichnet.

Das Symbol des Yin und Yang wird auch als "Taijitu" bezeichnet.

Am einfachsten wurde Yin und Yang allerdings im I-Ging (Buch der Wandlungen) beschrieben. Hier heißt es, das Yin und Yang für Adjektive, wie stark und schwach, gleich und ungleich sowie männlich und weiblich stehen. Daraus entwickelte sich der Glaube, dass die beiden Begriffe Polarität im Allgemeinen beschreiben. Dem ist jedoch nicht so, da dieser Glaube nicht weitreichend genug ist. Vielmehr steht das Yin und Yang für “gebend” und “empfangend” oder “aktiv” und “passiv“, wobei das Yin für “aktiv” und das Yang für “passiv” steht.

Allerdings sind die beiden Begriffe auch nicht mit Gut und Böse zu vergleichen. Yin und Yang beschreiben eher einen Gegensatz, der für rivalisierende und trotzdem zusammengehörige Gruppen steht. Gruppen wie die Geschlechter, die gegensätzlich sind und sich trotzdem gegenseitig ergänzen.

Yin und Yang in der chinesischen Astrologie

In der chinesischen Astrologie stehen zwei Kräfte im Vordergrund: das lunare Prinzip, für das das Yin steht und das solare Prinzip, für das das Yang steht. Beide Kräfte sind zwar unterschiedlich, gehören aber trotzdem zusammen und bilden eine Einheit. Sie sind beide gleichberechtigt, keine Kraft ist stärker oder schwächer, besser oder schlechter.

Yin steht in der chinesischen Astrologie für das Weibliche und Sanfte sowie für Mond, Erde und Wasser. Es beschreibt die Verborgenheit im Dunkeln. Das Yang hingegen steht für Männlichkeit und Stärke sowie für die Sonne, den Himmel und die Trockenheit. Damit beschreibt es das Sichtbare im hellen Tageslicht.

Der Zusammenhang von Yin und Yang mit den Sternzeichen

Jedem chinesischen Sternzeichen wird ein Tier, ein Element und entweder das Yin oder Yang zugeordnet. Jede dieser Zuordnungen steht für gewisse Charakterzüge, die laut der chinesischen Astrologie zu der Person gehören.

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