Der andere Blick auf Sternzeichen – die europäischen Horoskope

Mit Horoskopen lassen sich Hinweise auf unsere Zukunft finden ( Bildquelle: agsandrew– Bigstock® )

Horoskope und Sternzeichen haben im europäischen Raum eine lange Tradition, die bis zu den Zeiten Babylons zurückreicht. Der europäische Tierkreis mit seinen zwölf Sternbildern wurde etwa um 550 vor Christus in Babylon entdeckt und später von den Griechen mit kleinen Veränderungen übernommen. Seine Bedeutung blieb seit dem römischen Reich bis in die heutige Zeit erhalten, auch wenn die Sterndeutung im Mittelalter zeitweise als ketzerisch galt und verboten war. Ursprünglich geht sie sogar bis auf die Zeit der Sumerer, etwa um 3.000 vor Christus, zurück.

Man hatte in der damaligen Zeit die Vorstellung, dass Ereignisse am Himmel einen schicksalhaften Einfluss auf die Menschen haben können. Ein auffälliges Geschehen der Natur wie ein Komet oder eine Sonnenfinsternis galt als ein Zeichen der Götter, das es richtig zu deuten galt. Auch die Stellung der Sterne zählte schon frühzeitig zu den Schicksalsmächten. Man vermutete, dass die Himmelszeichen eine Bedeutung für die Zukunft hätten. Dieser Grundgedanke bestimmt uns teilweise noch heutzutage. Aber ursprünglich dienten die zwölf Sternbilder auf dem Band der Ekliptik, der Sonnenbahn, vor allem der Einteilung des Jahres in zwölf Abschnitte. Sie waren daher wie ein Kalender und begannen mit dem Sternbild des Widders, dem Frühlingspunkt im März.

Festlegung der Sternzeichen

Nach dem Widder folgen die Sternbilder Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische. Man verwendete diese Sternbilder schon seit den babylonischen Zeiten nicht nur als eine Jahreseinteilung, sondern auch für das Horoskop. Jedes Sternbild hatte eine tiefere Bedeutung. Allerdings wurde bei den ersten Horoskopen zunächst nur die Positionen der Planeten im Sternkreis zum Zeitpunkt der Geburt beschrieben.

Erst in der griechisch bestimmten Zeit kam es zu der Entdeckung der ‚Aspekte’, also der Winkelstellung von Planeten zueinander, und zu der Einteilung des Horoskops in zwölf ‚Häuser’. Ausgehend vom Aszendenten, der Spitze des ersten Hauses, durchläuft die Sonne ihren Raum. Dabei ist der Aszendent das Sternzeichen, das am östlichen Himmelsrand am Geburtsort bei der Geburt aufgeht.

Man kann das passende Sternzeichen finden, wenn man diesen Ort und den Zeitpunkt der Geburt kennt. Übrigens stammt auch das Wort Horoskop aus dem Griechischen und setzt sich aus den beiden Wörtern ‚hora’, die Stunde, und ‚skopein’, also schauen, zusammen.

Der Unterschied zum chinesischen Sternzeichen

Die europäischen Sternzeichen sind von den chinesischen Sternzeichen völlig verschieden. Bei ihnen handelt es sich um Konstellationen aus tatsächlichen Sternen, während der chinesische Tierkreis in Wahrheit nichts mit den Sternen am Himmel zu tun hat. Er geht vielmehr auf die zwölf Erdzweige der chinesischen Philosophie und auf eine Legende von Buddha zurück. Anstatt das Jahr in zwölf Abschnitte zu gliedern, bezieht er sich auf eine Periode von jeweils zwölf Jahren des chinesischen Kalenders. Jedes Jahr ist einem anderen Tier gewidmet. Auch die chinesische Astrologie unterscheidet sich von Europa. Sie kennt keine Bestimmung der Stellung der Gestirne zum Zeitpunkt der Geburt.

Berechnung des eigenen Horoskops

Aufgrund der Entwicklung der Astrologie, der „Wissenschaft von den Sternen“, sind für ein Geburtshoroskop heutzutage viele Faktoren zu berücksichtigen, die sich zu einem unverwechselbaren Bild zusammenfügen. Grundsätzlich gilt, dass das Horoskop die Position der Gestirne bei der Geburt eines Menschen feststellt und dass man interpretiert, welcher Lebensplan ihm zugehört und welchen Charakter er hat. Der Augenblick der Geburt ist hierbei sehr wichtig, da er die „Anfangsenergie“ des Menschen festlegt, so lautet eine astrologische Theorie. Sie sieht das Energiefeld der Gestirne beim Augenblick der Geburt für entscheidend an. Geist und Seele haben dann gewissermaßen eine Art „Lebensthema“ gespeichert. Der Mensch und das Universum bilden nach dieser Auffassung eine unlösbare Verbindung, die für sein späteres Schicksal bedeutsam ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Leben unveränderbar sein muss.

Elementenlehre der Tierkreiszeichen

Es zählt zu den wichtigen Grundlagen der Astrologie, dass man jedem der zwölf Tierkreiszeichen eines der vier antiken Elemente, nämlich Feuer, Erde, Luft und Wasser, zuschreiben kann. Hierbei gelten die Feuerzeichen als impulsiv, lebhaft und dynamisch, die Erdzeichen als eher tiefgründig und schwermütig, die Luftzeichen als rational, heiter und eher oberflächlich und die Wasserzeichen als ruhig und sensibel. Gute Möglichkeiten, um mehr von den Eigenschaften der Sternzeichen zu erfahren, bietet erdbeerlounge.de. Hier findet man zusätzlich auch sein persönliches Horoskop.

Widder, Löwe und Schütze gehören zu den Feuerzeichen, Stier, Jungfrau und Steinbock sind Erdzeichen, Zwillinge, Waage und Wassermann sind Luftzeichen und Krebs, Skorpion und Fische zählen zu den Wasserzeichen. Feuer und Luft werden hierbei als männlich aufgefasst, während Erde und Wasser als weiblich gelten. Zusätzlich wurde jedem der zwölf Sternzeichen eine von den drei Qualitäten ‚kardinal, fix und veränderlich’ zugeschrieben, wobei kardinal für aktiv und fix für stabil steht. Je vier Zeichen, die sich in einem ‚Aspekt’ von 90 Grad zueinander befinden, formen dadurch ein Kreuz.

Die Häusereinteilung beim europäischen Horoskops

Zu einem genauen Horoskop gehört auch die Stellung der ‚Häuser’. Sie stehen mit den Tierkreiszeichen in einer engen Verbindung und beschreiben die elementaren Lebenssituationen des Menschen in seinem Verhältnis zur Umwelt, das alltägliche Leben und die Grenzerfahrungen:

  • Erstes Haus: Persönlichkeit, Charakter und Lebensgefühl
  • Zweites Haus: Umgang mit Besitz und Geld, Selbstwert
  • Drittes Haus: geistige Fähigkeiten, Kommunikation und Lernen
  • Viertes Haus: Herkunft, Heimat, Eltern und Familie
  • Fünftes Haus: Kreativität und Spiel, Liebe und Vergnügen
  • Sechstes Haus: Arbeit, Alltag und die Notwendigkeiten des Lebens
  • Siebtes Haus: Ehe, Beziehungen und Zusammenarbeit
  • Achtes Haus: Krankheiten, Krisen, Tod und Grenzerfahrungen
  • Neuntes Haus: Lernen, Reisen, Religion, Philosophie und geistiges Wachstum
  • Zehntes Haus: Erfolge, Ansehen, gesellschaftliche Position
  • Elftes Haus: Freundschaft, Partnerschaft
  • Zwölftes Haus: Prüfungen, Inspiration, Leid und Verlust

Bedeutung des Horoskops

Ein gründliches Horoskop besteht daher aus sehr vielen Elementen. Aber ob die Sternzeichen tatsächlich eine überirdische Kraft auf den Menschen ausüben, ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Es bleibt letztendlich fraglich, ob ein Horoskop tatsächlich verborgene Charaktereigenschaften aufzeigen kann und zutreffende Prognosen für die Zukunft treffen kann, die über eher allgemein gültig gehaltene Beschreibungen hinausgehen. Andererseits kann eine psychologische Astrologie Fähigkeiten, Begabungen und Problembereiche des Menschen ansprechen, die sonst nur schwer zum Ausdruck gebracht werden könnten. Innere Konflikte und Widersprüche können auf diese Weise gelindert und das Horoskop kann verborgene Antriebskräfte und Talente wecken und mobilisieren.

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